Wolfgang Siegel, Dortmund




 
Wolfgang Siegel, Dortmund: Warum ich Prokon unterstütze
 
Wolfgang SiegelDurch weltweite Kooperation produzieren wir enorme Reichtümer. Das könnte segensreich sein. Doch der Reichtum wird bisher zu Lasten anderer Menschen und der Natur erzeugt und nach Steinzeitregeln im Interesse der Mächtigsten verteilt. Diese längst hinfällige Lebensart - enorme gemeinsame Produktion, jedoch letztlich für den persönlichen Vorteil - macht Landstriche unfruchtbar, verändert das Klima, lässt viele Menschen leiden.
Als Psychotherapeut stelle ich fest: Die Lebensumstände spiegeln sich in der psychischen Verfassung der Menschen wieder. Andererseits gestalten wir mit unserer Denkweise und unserem Gefühlsleben die Welt um uns herum. Meine Beobachtung, wodurch die psychischen Probleme unter ärmeren wie unter begüterten Menschen zunehmen, hat ergeben, dass wir in unserer Lebensart nicht nur die Natur mit ihren Ressourcen und viele Menschen materiell zerstören, sondern diese Art von Reichtum macht uns auch zunehmend unglücklich und psychisch krank.
Ich unterstütze die Firma Prokon, weil sie einen neuen Weg geht. Kein Unternehmen kann sich der Konkurrenz in der Wirtschaft entziehen. Aber Prokon geht es nicht um Profit um jeden Preis und zu Lasten von anderen Menschen und der Umwelt. Hier wird das unvermeidliche Gewinnstreben zum Diener positiver Bedürfnisse: Ausbau der erneuerbaren Energien zum Schutz von Klima und Umwelt sowie bessere soziale Verteilung der erwirtschafteten Gewinne.
Deshalb hat Prokon für mich eine Vorbildfunktion dafür, wie ein Andersleben in der Wirtschaft möglich ist. Ich will nicht, dass die rücksichtslosen Profitmacher, die am offensichtlichsten im Bankwesen, aber nicht nur dort, zu Hause sind, es schaffen, Prokon in die Insolvenz zu treiben. Ich habe die Wölfe im Schafspelz, die sich als „Schützer der Genussrechtinhaber“ ausgeben, erkannt und ihren uralten Trick, Menschen durch Angst zu steuern, durchschaut. Sie selbst sind es, die in Angst leben, nicht genug zu kriegen, wenn Prokon Schule macht. Und sie meinen, sie könnten uns mit ihrer Angst um das Geld anstecken, so dass wir Prokon mit dem Entzug unseres Kapitals ruinieren und unser Geld wieder ihnen anvertrauen.
Ob die Gegner sich wohl vorstellen können, dass wir Besitzer von erspartem Geld nicht wie sie nur an Geldvermehrung denken, sondern Ökologie und ein gutes soziales Miteinander fördern wollen? Dass wir darin zufriedener sind und uns wohlfühlen in der Gemeinschaft Prokon? Ich beweise es ihnen gern zusammen mit vielen anderen Genussrechtsinhabern.
Banker und Besitzer von großem Kapital und Journalisten, die dieses Denken in die Öffentlichkeit transportieren, sind auch Menschen, biologisch ausgestattet mit dem Grundbedürfnis nach Verbundenheit. Aber ihre Kampagne gegen Prokon zeigt: In ihrer AngstGier um Geld und Macht sind sie blind für die Tatsache der weltweiten Verbundenheit, die Kooperation und nicht Konkurrenz verlangt. Doch warum sollten nicht auch sie begreifen können, welche enormen Chancen positiver gesellschaftlicher Entwicklungen für uns alle in der „Vision Prokon“ stecken?